Klar kennt ihr Richard Kern. Er ist der Typ, der bei uns für die nackten Mädchen zuständig ist und gerade neulich erst in Europa unterwegs war. Aber wisst ihr, was er gemacht hat, bevor sich reihenweise Mädchen die Kleider vom Leib rissen, um von ihm fotografiert zu werden?
Als ich zurück nach NYC zog, lebte ich in St. Marks. Ich war 22 Jahre alt und begleitete diese Punks beinahe ein Jahr lang. Mein Apartment war eine Art Auffangbecken für die Jungs. Sie waren meine Freunde, aber ihnen war auch klar, dass ich ihr Treiben dokumentierte. Ihretwegen verschwimmt mein erstes Jahr in NYC zu einem bunten Fleck. Ab und zu geriet alles völlig ausser Kontrolle, aber es war jede Minute Chaos wert.
Ende letzter Woche hat endlich das letzte Mitglied von Acrassicauda, der irakischen Metalband, die wir seit einem halb Jahrzehnt begleiten, es geschafft, mit Flüchtlingsstatus in New Jersey unterzukommen. Die Details findet ihr in der New York Times, aber wir haben das Wochenende mit ihnen verbracht und sie sind ziemlich wahrscheinlich die einzigen Metalheads im Land, die sich freuen, in diesem land zu sein...
Wenn du einen von diesen Morgen hast, wo du wirklich verkatert bist und dich fühlst wie die personifizierte Zeitverschwendung, weil du deinen Lebensunterhalt mit etwas so schrecklichem wie DJ Sein oder Scheisse für das Internet Schreiben verdienst, dann erinnere dich immer daran, dass es Leute da draussen gibt, die jeden Tag so weit unten in den Tiefen der menschlichen Wertlosigkeit schürfen, dass sie dir, im wahrsten Sinne des Wortes, kilometerweit unterlegen sind.
Das hier zeigt uns mal wieder, dass an diesem alten Sprichwort immer noch etwas dran ist: "Du liebst ein Ding erst von ganzem Herzen, wenn du ein riesiges Ding aus den Dingern machst und mit dem Ding-Ding Liebe machst." Mit solchen Sachen wie dem Untergang des Abendlands von Oswald Spengler wollen wir euch hier gar nicht erst ankommen...
Tim Barber, ehemaliger Foto-Redakteur bei Vice USA, leitet momentan unter anderem Tiny Vices und hat ausserdem das womöglich geilste Kunst-Buch aller Zeiten bei TV Books herausgebracht. Es ist eine originalgetreue Reproduktion von einem Notizbuch, das drei Siebtklässler gegen Ende der achtziger Jahre mit den Zeichnungen ihrer „Todeskammern“ gefüllt haben. Was dabei herauskam ist eine mit Farbstiften ausgemalte Tour durch die abgefuckten Hirne von drei ganz normalen Teenagern von nebenan, die sich irgendwo zwischen Dantes Inferno, den 120 Tagen von Sodom und den Levels von Ghosts n Goblins abspielt. Nach dem Klick gibt es ein paar Leckerbissen aus dem Buch und ein Interview mit Tim über die ganze Sache.
Der Fotograf Bryan Derballa hat gerade seinen Film über das Leben von Surfern in Israel und Gaza, God Went Surfing with the Devil, fertig geschossen. Auf seiner Reise durch das Gebiet hat er viele grossartige Fotos gemacht, von denen man die meisten auf seinem Blog finden kann. Hier sind einige ausgewählte Exemplare...
Wir sind uns ziemlich sicher, dass ihr mittlerweile von diesem neuen Buch über die wahnsinnigsten Tatoos der Welt gehört habt. Der Titel ist No Regrets: The Best, Worst, & Most #$%*ing Ridiculous Tattoos Ever (Grand Central Publishing), und das Buch wurde von unserer langjährigen Freundin Aviva Yael zusammengestellt. Es hat eigentlich schon so viel Presse bekommen, dass wir uns ein bisschen wie ein Haufen Zurückgebliebener vorkommen, wenn wir euch jetzt davon erzählen, aber was tut man nicht alles für seine Freunde…
Peter Beste hat den besseren Teil dieses Jahrzehnts damit verbracht, sich in die Black Metal Szene in Bergen zu integrieren und die Scheisse aus ihren Mitgliedern herauszufotografieren. Er ist auch derjenige, der uns geholfen hat, nein, der es erst möglich gemacht hat, dass wir unseren Trip zu Gaahl’s Hütte
mitten im Nirgendwo von Norwegen realisieren konnten. Gaahl ist der Frontmann von Gorgoroth, der bösesten und berüchtigtsten Death Metal Band Norwegens. Peter hat jetzt schlussendlich ein riesiges, hochglänzendes Buch von seiner gesamten Arbeit zusammengestellt, das so ziemlich die grundlegendste Dokumentation von norwegischem Black Metal Anfang der 00er Jahre sein dürfte, die es geben wird. Es ist ausserdem ein monumentaler Augenschmaus, wenn ihr auf Körperbemalung, Fackeln, Schwerter, Winter und Satan steht.
Ja, wir wissen alle, dass diese Geschichten über Penisraub
und Massenhysterien in Afrika nicht für fünf Pfennig ernst zu nehmen sind. Aber
diese hier hat unsere Aufmerksamkeit wegen ihrem Abschlusszitat erregt, das von
einem kongolesischen Handy-Guthaben-Verkäufer und Koro-Augenzeugen namens Alain
Kalala stammt: „Es ist die Wahrheit. Gerade gestern war da ein Mann, der war
ein Opfer. Wir sahen. Was übrig war, war winzig.“ Das ist es, was wir
Lokalkolorit nennen. Das Bild von der Hardcore-Legende KoRo aus Knoxville ist Eigentum
von Google-Bild-Suche.
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