Am 25. Mai erscheint Phoenix neues Album, das erfrischend bescheiden betitelte "Wolfgang Amadeus Phoenix". Sie spielen am Freitag kostenlos im Kulturdiscounter Dussmann (und am Mittwoch im Berghain, aber ob es lohnt, dafür ca. 1500 Euro für Ebaytickets auszugeben UND sich dann schon wieder 30 Minuten Dirk von Lowtzow anzutun?). COMA haben für uns einen Remix von der Single 1901 gemacht. Wenn du 1901 remixt, erhälst du nicht 2001, sondern strahlend plinkelnden Pop, der ähnlich euphorisierend wirkt, wie Süßholz zu kauen oder an einem sonnigen Maitag an einem lauschigen Fleckchen Natur in die ShoutOutLouds-Sängerin zu pinkeln. Nicht, daß man das vergleichen könnte.
Vermutlich hältst du den Kinostart von „Star Trek“ für das cineastische Highlight dieser Tage, aber das ist falsch. Viel Aufsehen erregender ist die Tatsache, daß
Graf Orlockihr neues Album veröffentlicht haben. Graf Orlock ist die Band, die es vermag, das Wissen einer zehnbändigen Film-Enzyklopädie so zu komprimieren, daß es in einen maximal zweiminütigen Song passt. Selbstverständlich sind diese Lieder in einer Geschwindigkeit verfasst, die an die berühmte Verfolgungsszene in Terminator 2 erinnert. Vorausgesetzt, du läßt sie in Fast Forward laufen. Deswegen bezeichnen Graf Orlock, das was sie machen auch nicht als Musik, sondern ziemlich treffend als Cine-Grind.
Es gibt Leute, die behaupten, The Horrors hätten bereits jetzt das beste Album des Jahres aufgenommen. Das ist natürlich Blödsinn. Es ist vielmehr so, daß sich große Mühe gegeben haben, das beste Album des Jahres aufzunehmen, das gerne ein My Bloody Valentine-Album wäre. Fair enough, oder? Sie haben auch ihr Asos-Goth-Image gegen ein KraftwerkmeetsJoyDivisionmeetsRadiohead-Image eingetauscht, was zwar immer noch kein Horrors-Image ist, aber immerhin ein Fortschritt. Und sie haben dieses neue Video.
Sollte dir heute Morgen jemand die Zeitung aus dem Briefkasten geklaut haben (bevor er in eben jenen hinein urinierte), deine Freundin per SMS mit dir Schluss gemacht haben, während du beim Schwarzfahren in der U-Bahn erwischt wurdest oder was auch immer an einem klassischen Scheisstag so passiert, dann wird es dich freuen zu hören, dass Agoraphobic Nosebleed einen neuen Song auf ihrem Myspace-Profil veröffentlicht haben.
Aus der Reihe „Bands, von denen aus unerfindlichen Gründen niemand spricht, obwohl sie auf Heavy Rotation in den iPods all derer laufen sollten, die den Glauben an die Sonnenseite des Lebens noch nicht aufgegeben haben, auch wenn sie in diesen krisengeschüttelten Zeiten gerade ihre Lebensversicherung (nicht aber ihren iPod) eingesetzt haben, um die seit Monaten ausstehende Stromrechnung zu bezahlen und ansonsten auch nur von Brotkrumen und Wassersuppe leben“: Love Boat.
Zum ersten Mal hat mir ein Freund aus London von "Donk"-Musik erzählt. Sein Cousin arbeitet mit unterprivilegierten Jugendlichen im Nordwesen von Manchester. Er hat gesagt, dass sich dort alle diese aggressive, euphorische Form von Hardcore-Dance-Music anhören. Nachdem ich mir das Video der Blackout Crew "Put A Donk On It!" auf YouTube angeschaut habe, wusste ich, dass wir eine Dokumentation darüber machen müssen...
Fucked Up haben uns das Tagebuch ihrer Eskapaden auf dem SXSW Festival in Austin, Texas geschickt. Wie du sehen wirst, geht es darin nicht nur um Konzert- Krawalle und Poolpartys mit Stars. Es beinhaltet auch die „Hinter-den- Kullissen-Szenen“ in denen sie in schlechten mexikanischen Restaurants waren, und die spezielle Verbindung, die sie zu Vampire Weekend haben.
Das Gefühl einer glühend heißen Nadel, die hunderte Male in der Sekunde in dein Fleisch sticht, ist kein angenehmes. Ganz egal, wie viel Hokuspokus die Leute über transzendentale Meditation und die Unterdrückung von Schmerzen durch die Vorstellung, es wäre nur ein psychosomatisches Phänomen, verzapfen, es ist nicht zu verbergen, dass dein erstes Tattoo weh tun wird, sehr. Als uns unser neuester Praktikant erzählte, dass er sich sein erstes Teil machen lassen würde, dachten wir uns: was gibt es für einen besseren Weg, um seinen jugendlichen Überschwang zu brechen, als ihn den Boten seiner schmerzhaften Prüfung interviewen zu lassen. Hier ist sein Bericht.
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