Eine der besten Sachen die dem brasilianischen Kino jemals passiert ist, war Pornochanchada, eine low-budget Mischung aus Sexploitation und Komödie. In den 70ern waren die Kinoleinwände voll mit diesem Schund. Wenn es außer mir noch jemanden gibt, dessen rechte Hand mit diesen Filmen beschäftigt war, dann ist es J.L. Benicio. Er hat die meisten der Pornochanchada-Poster gemalt. Wir haben ihn ausfindig gemacht und ein paar Sachen gefragt.
Claudia Rindler ist jetzt wahrscheinlich nicht gerade das, was du dir unter einem schweizer Mädchen vorstellst. Sie hasst die Sonne, sie hasst Christen und von ihrem rechten Arm aus grinst sie jeden Tag ein Tattoo von Klaus Kinski an. Wenn sie morgens zum Supermarkt fährt um sich ein bisschen Milch und Käse fürs Frühstück einzukaufen, dann nimmt sie dafür ihren violetten Leichenwagen, der immer nach Gras riecht und wie ein Haufen Schrott klingt.
Für viele Kritiker und Filmliebhaber lassen sich grosse Filmschaffende einer von zwei Gruppen zuordnen: Hollywood-Regisseure, die trotz der kommerziellen Bedingungen grosses, kunstvolles Kino für ein breites Publikum machen (Coppola, Kubrick, Malick) und die Arthouse-Cinephilen, deren beste Arbeiten den populären Geschmack nicht treffen und das auch gar nicht versuchen (Deren, Anger, Vertov und oftmals auch David Lynch).
Rutger Hauer ist nicht der Einzige, der eine schicke Filmschule besitzt. Wenn ihr unsere Film Issue aufmerksam gelesen habt und darin das Interview mit Werner Herzog, dann erinnert ihr euch vielleicht an die geschickt plazierte Bemerkung seine eigene Filmschule.
Ivar ist einer unserer Vice-Korrespondenten und gehört zu der Sorte Mensch, denen man immer unterstellt, dass sie stinkend faul sind und den ganzen Tag nichts tun. Aber wenn du das Wort Mission auch nur denkst, ist er sofort zur Stelle. Dann setzt er sich unermüdlich den widrigsten Bedingungen aus und deckt Wahrheiten auf, die brisanter nicht sein können. Wir fanden es dubios, dass die Russen die Urheberschaft des Vodkas für sich beanspruchen und haben Ivar auf eine Odyssee durch russische Clubs, zu polnischen Etymologen und auf die Roggenfelder geschickt, auf denen die Grundlage für das beste und heilsamste aller Getränke wächst. Wodka Wars gibt es ab jetzt auch mit deutscher Lesehilfe.
Christopher Doyle, HKSC (aka ), ist ein australischer Kameramann, der nun schon seit über zwei Jahrzehnten in Asien lebt und arbeitet. Am bekanntesten ist er für seine acht Filme andauernde Zusammenarbeit mit Wong Kar-wai. In größtenteils drehbuchlosen, modernen Klassikern wie Days of Being Wild, Happy Together, Chungking Express und In the Mood for Love, hat Doyle dazu beigetragen eines der am stärksten visuell stilisierten Ouvres des Kinos zu erschaffen, und das obwohl er nie eine offizielle Ausbildung oder Ähnliches erhalten hat.
Nicolas Müller ist einer der wenigen Menschen, die so nett sind, dass sie die Schwelle zum „dafür muss man sie hassen“ schon längst transzendiert haben und eigentlich nur noch liebenswerte Sonntagskinder sind, die von ihrem Traum leben. Er fährt mittlerweile seit zehn Jahren bei Absinthe-Filmen mit und weil sein Leben wirkt wie etwas, das nur einem Glückskind mit positivem Karmaüberschuss widerfahren kann, haben wir mit ihm über das Thema unserer aktuellen Ausgabe gesprochen — genau einen Tag, bevor sie im Archiv verschwindet und Platz macht für unser neues Baby. Hier sind Nicolas' Gedanken zu Moments Like This Never Last, Drogen, Masttieren und blauen Hintern...
Volker
Gerling lässt die Tradition des fahrenden Volkes wieder aufleben und zieht mit
einem Bauchladen voller Daumenkinos von Ort zu Ort. Der selbst ernannte Daumenkinograf
unterhält die Leute mit Ein-Zuschauer-Kino.Eigentlich
hat der Neo-Landstreicher Regie und Kamera studiert, aber entdeckte dann die
Schnittstelle zwischen Film und Foto für sich.
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