Bei den Local Natives wird viel getrommelt. Gerade live hat man bei den treibenden, synkopischen Rhythmen das Gefühl, man lausche hier nicht fünf weissen Slackern aus dem Norden von Los Angeles, sondern eigentlich einer ehemaligen afrikanischen Percussion-Truppe.
Wir wissen, wie das Oktoberfest aussieht: viele Bayern und noch mehr Italiener und Australier, die versuchen, wie Bayern auszusehen. Was man dort macht, wissen wir auch alle. Karussellfahren oder Bier trinken. Oder beides. Ausserdem ist es ganz leicht, dort sehr nette Sanitäter kennenzulernen.
Jetzt, wo China die wirtschaftliche Weltmacht besitzt und den Ausbruch einiger Seuchen verhindert hat, können sie sich weniger kritischen Themen widmen, zum Beispiel entspannterer Unterwäschenpolitik. Wie damals, als du deine kleine Schwester demütigtest, indem du ihre geblümte Unterwäsche aus ihrem Schlafzimmer in die nächste Baumkrone im Hinterhof deiner Eltern warfst, hat ein neues Krankenhaus in China eine 12 Fuß lange gelbe Unterhose aus ihrer Hausfront gehängt, um Männer davor zu warnen, zu enge Unterhosen zu tragen. Die quetschen nämlich deine Teile ab und führen so zu Problemen beim Urinieren und Fortpflanzen. Wahrscheinlich wollen sie ihre Jungs nur davon abhalten, merkwürdige Ideen zu entwickeln, sie könnten anfangen, wie Homos in Skinny Jeans rumzulaufen, was tatsächlich den Untergang der Zivisilation einläuten würde.
Verfechter der digitalen Musikverbreitung berufen sich ja
zum einen auf die Tatsache, dass das prähistorische Zeitalter der
Tonträgerproduktion für eine immense Ressourcenverschwendung verantwortlich
war. Zum anderen darauf, dass CD-Jewelcases unfassbar hässlich sind. Alles
total scheinheilig und an den Haaren herbei gezogen.
Wir haben uns schwer bemüht, über all die abertausenden Geschichten von Korruption und Gewalt, die aus Afghanistan im Vorfeld der Wahlen am 20. August zu uns drangen, den Überblick zu behalten. Die Vorstellung, dass diejenigen Männer, die um die Macht im Land streiten, dieselben sind, die in schwere Menschenrechtsverletzungen, Drogenhandel im großen Stil und weitverbreitete Einschüchterung der Bevölkerung verwickelt sind, ist offensichtlich verrückt, aber sie ist nichts Neues für die afghanische Bevölkerung.
Irgendwann zerbröseln wir alle. Gewalt, Krankheit, Krieg, Sterben und Tod stehen im Mittelpunkt der Ausstellung Darkside II im Fotomuseum
Winterthur, die heute ab 18 Uhr ihre Vernissage feiert. Miron Zownir, Weegee , Cindy Sherman, Enrique Metinides, Nan
Goldin, F. Holland Day, Peter Hujar, Miyako Ishiuchi, Sally Mann, W.
Eugene Smith, Francesca Woodman und viele andere zeigen mit ihren Fotografien die dunklen Untiefen der menschlichen Seele auf und beschäftigen sich mit dem menschlichen Verfall. Die Austellung dauert bis zum 15. September, dann segnet auch sie das Zeitliche.
Viel spannender, als seine Idole zu feiern, ist, selbst in ihre Haut zu schlüpfen. Sicher, Kurt Cobain war ein von Scham, Selbsthass und Autoaggression gequälter Kommerzfeind, aber glücklicherweise hat er sich umgelegt, bevor er alt und uncool werden konnte. Also besorg dir "Guitar Hero 5“, den neusten Teil der Playstation-Serie. Dort hast du die Möglichkeit, Kurt Cobain als Charakter zu aktivieren und ihm all das anzutun, was er zu seinen Lebzeiten stets verweigert hat.
So, da hätten wir ihn, den heissesten Tag des Jahres. Entweder, du schläfst bis halb Zwölf, startest danach mit einem leichten, mediterranen Frühstück in den Tag, radelst an den See, verbringst dort den Rest des Tages wahlweise Eis essend, sonnenbadend, Badende begaffend oder in irgendeiner anderen Variante des Faulseins ODER: du sitzt den ganzen Tag in einem Sauna-ähnlichen Büro. What a wonderful world ...
Letzte Kommentare