Das Rheinschwimmen ist ja eigentlich für die Schweizer eine Art Kulturgut. Was aber, wenn während der EM die auswärtigen Gäste denken, sie hätten den Rhein genau so gut im Griff? Nicht auszudenken, was da alles passieren kann. Deshalb arbeiten die Verantwortlichen für Sicherheit für die Euro ´08 gerade ein Sonderkonzept mit dem heroischen Namen „Rheinrettung“ aus. Allerdings könnte es unter den vielen Badenden schwierig werden, die mit Schwimmproblemen zu erkennen. Deswegen soll mit verstärkter Präsenz der Rettungsschwimmer im Wasser gearbeitet werden, da der Landweg verstopft sein wird. Neben Sanitätern und Rettungsschwimmern sollen auch Polizeitaucher aus dem Baselgebiet zum Einsatz kommen. Wir haben Christian Senn, den Präsidenten der SLRG Basel, angerufen und ihm ein paar Fragen zum Thema „Rheinrettung“ gestellt.
Vice: Was ist die grösste Gefahr für Auswärtige beim Rheinbaden?
Christian Senn: Personen können nur auf der Kleinbasler-Seite shwimmen. Im Rhein ist auf dieser Seite ist eine Blaue Zone eingerichtet. Gefahrenpotenzial birgen die Schiffart, die Strömung, die Brückenspringer, Treibholz, Brückenpfeiler, Wasserwirbel- um nur einige zu nennen.
Was ist beim Sprung von der Rheinbrücke zu beachten?
Das Springen von den Brücken IST VERBOTEN und wird mit Busse bestraft.
Wie wird in der Nacht kontrolliert?
In der Nacht ist es sehr gefährlich im Rhein zu schwimmen. Es wird vermutlich Kontrollfahrten der Feuerwehr Basel und der Polizei geben, aber ein betrunkener Schwimmer, der lautlos versinkt, wird erst nach ca. 10 Tagen gefunden. Wir raten allen davon ab in der Nacht zu schwimmen, eine Rettung ist fast unmöglich.
Ist Nacktbaden erlaubt?
Nein, das ist auch verboten.
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