Solltest du erst vor kurzem zu Rap gefunden haben, hältst du vermutlich die drei großen H für die zentralen Inhalte dieser Kunstform: ‚Hustlen’, ‚Homophobie’ und ‚Hirnlosigkeit’.
Ich bin Montag Abend vor allem zum Deerhunter und Black Lips Konzert gegangen, um mich totzuschwitzen, aber natürlich auch um mir Deerhunter und Black Lips anzuschauen. Der Schweiß trieft jetzt immer noch an meinen Fingern herunter, also mache ich es kurz. Der Laden war voller kleiner Kinder, die genau genommen so klein waren, dass ich die ganze Zeit dem Mädchen hinter mir den Ellbogen ins Auge gestoßen habe. Sie wiederum hat die ganze Zeit ihren Arm nach oben gestreckt, um Fotos zu machen. Ihre Speicherkarte ist jetzt wahrscheinlich voll mit Fotos von meinem Nacken. Wahrscheinlich kannst du aus all dem schließen, dass ich echt groß bin und deshalb Fotos über die Köpfe der Leute hinweg machen konnte.
Alle Jahre wieder, nein, bullshit, überhaupt mal wieder, gab es nach der Zwangspause im vergangenen Jahr ein Berlin Festival. Auf dem alten, Größenwahnsinns-Flughafen Tempelhof fand sich also Halb-Berlin ein (ohne gegen den Krach protestierende Neuköllner versteht sich), um sich drogenabhängige Sänger und stilvoll alternde Männer reinzuziehen.
Sunn O))) haben vorgestern in Berlin gespielt. Ich bin immer noch ein wenig benebelt. Ich würde soweit gehen zu sagen, jedes Konzert sollte wie ein Sunn O)))-Konzert sein. Zugegeben, der Holzboden des Praters ist der Albtraum jedes Hämorrhoiden-Befallenen und man hat schon nach zwei Minuten das Gefühl, einer kollektiven Sitzfolter beizuwohnen. Andererseits heben dann ja schon die ersten Dronewellen, die aus Stephen O’Malleys und Greg Andersons Verstärkertürmen herausbrechen, jedes Zeitgefühl auf. Ganz im Ernst, die ganze Veranstaltung dauerte knapp 90 Minuten, es fühlte sich aber eher nach drei Tagen an.
Wenn dir normale Konzerte zu langweilig geworden sind und du erst richtig in Fahrt kommst, wenn dich ein Hauch Todesangst umweht, dann haben wir etwas für dich. Deichkind spielen im Rahmen der T-Mobile Streetgigs am 13.06. eine exklusive Show auf einer Autofähre im Bodensee, nahe Friedrichshafen. Es ist ja mittlerweile bekannt, dass ein Deichkind-Konzert nicht gerade ein Kaffeekränzchen ist und schon so mancher Veranstalter um seine Bühne gebangt hat, wenn die vier Hamburger mal wieder ihren Verstand verloren. Du ahnst, worauf wir hinaus wollen: unkontrollierbares Chaos plus Fähre ist gleich nichts für Seekranke. Aber es heißt ja auch ohne Risiko kein Spaß und darum kannst du hier 1x2 Tickets gewinnen.
Die Lexie Mountain Boys sind ein Haufen junger Mädchen aus Baltimore. Im Grunde sind sie die cleverste Band der Welt. Sie sparen jede Menge Geld, indem sie auf die Anschaffungskosten für Equipment verzichten. Sie entschuldigen das, indem sie sich auf das Primärmedium Sprache berufen...
Ich kann mich gerade nicht entscheiden, wen ich trauriger finden soll, Mirah oder doch Tara Jane O'Neil? Irgendwie schaffen es beide, wirre Bilder in meinem Kopf zu erzeugen: Sind das riesige Seifenblasen, die ein Straßenkünstler in die Abendsonne pustet. Oder doch eine Feder, die langsam im Wind zu Boden gleitet? Lord Gavin, der vor Prinzen knickst. Hmmmm. Heute Abend spielen beide im nbi Club in Berlin. Geh hin, schau es dir an und wir sind gespannt welche Assoziationen sie bei dir hervorrufen. Schreib uns eine E-Mail an info@viceland.de mit deinem Namen, denn wir haben 2x2 Tickets zu vergeben.
The Big Pink haben vor ein paar Tagen ihre zweite 7“ veröffentlicht. In Anbetracht der Tatsache, dass sie jetzt schon eine Weile unterwegs sind und auch bereits vor einem Jahr längere Zeit auf Tour waren, ist das nicht unbedingt ein Output, der uns in Ekstase versetzt. Aber immerhin, die paar Lieder, die sie hin und wieder veröffentlichen, sind dafür umso berauschender. Wenn diese faulen Säcke es tatsächlich endlich schaffen sollten, ein Album aufzunehmen, dürfte das das Gebetbuch all derer werden, deren Welt aus Feedback, Noise und zwielichtiger Romantik besteht. Um die Zeit bis dahin etwas erträglicher zu machen, spielen sie zusammen mit den ja ebenfalls ganz vorzeigbaren Pivot am Samstag, den 02. Mai im Bang Bang Club in Berlin. Wir verlosen drei Mal freien Eintritt. Wenn du dabei sein willst, schick deinen Namen an info@viceland.de
Warst du schon mal auf einem richtig guten Konzert? Mit einer richtig guten Band? Und nur 20 Zuhörern? Nein? Dann solltest du dringend mal Berlin hinter dir lassen und dich nach Hamburg aufmachen. Hier ist so etwas nämlich möglich. So geschehen am Montag, wo sich Unearthly Trance in der Markthalle eingefunden hatten, um uns mal zu zeigen, wer in Sachen Doom Metal und Sludge wirklich das Sagen hat...
Unser Freund Christoph ist einer dieser Fotografen, die sich verzweifelt an den letzten Analogfilmen festkrallen und steif und fest behaupten, die Fotos wären einfach Welten besser, als digitale Aufnahmen. Mittlerweile haben wir aufgehört, uns mit ihm zu streiten und seufzen nur noch gelangweilt ins Telefon, wenn er uns mal wieder die Fotos, die wir unbedingt haben wollen, „erst morgen vorbeibringen kann.“ Hier ist also die Galerie zum Jay Reatard-Konzert...
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