Das hat jetzt auf den ersten Blick wenig mit Astronauten zu tun, aber einer meiner größten Träume ist es, einen Tierschutzjugendlichen zu verprügeln. Nichts gegen Tierschutz. Fast nichts gegen Jugendliche. Aber seit ich weiß, dass die treudoofen weltverbesserischen Teenies, die mir auf der Straße immer erzählen, dass sie die Robben retten wollen, ein paar tausend Euro dafür kassieren, dass sie mich nerven, hat meine Liebe zu Tieren nachgelassen. Können die nicht NPD-Flyer verteilen oder alten Leuten per Hotline Lexika aufschwatzen oder sonst etwas Anständiges tun?
Vergangene Woche wurde das Michelberger Hotel drei Tage lang zu Bacardi Island und folgerichtig fand dort die heißeste Party statt, seit dort überhaupt jemals eine Party veranstaltet wurde. Hier nun das Video zur heißesten Talentshow, die das Michelberger, wir, Berlin, die Welt, das Universum und vielleicht auch Gott, Shiva oder dieser seltsame Weltraumgecko, den manche ja anbeten sollen, je gesehen hat.
Manchmal schaffe ich es, mir das perfekte Outfit zusammenzustellen. Ich quetsche meinen Arsch in irgendeine hautenge Illusion von Niedlichkeit, nur um danach von der Realität meines Gesichts eingeholt zu werden. Mein großer, dummer Kopf macht alle Modeambitionen zunichte. Das ist in etwa so, als würdest du einen Sack voller fetttriefender Würstchen und Glasmurmeln auf einem Weihnachtsbaum anbringen. Mysteriöse Beulen und verkrustete Pickel teilen sich mein Gesicht und über Nacht kriege ich immer wieder diese gruseligen schwarzen Härchen. Ernsthaft, die sind mindestens so Angst einflößend wie Spinnenbeine.
Prag ist eine schöne Stadt, das mag daran liegen, dass Prag eine Stadt ist, die aus jedem Winkel ihrer pittoresken Gassen Kultur verströmt, man ständig an Kafka denkt, während man sich dem Touristen-Elend auf der Karlsbrücke aussetzt, oder daran, dass Prag die höchste Toilettendichte der Welt hat. Subjektiv.
Wem ich alles gerne eine aufs Maul hauen würde: jedem der in der Mittagspause Twitter benutzt, dem Typen der bei meiner letzten Party ins Waschbecken gerotzt hat (und die Scheiße nicht weggemacht hat), dem Kerl, der auf meinem Dach die ganze Zeit zu laut feiert, Leuten, die sich zu fleißig fortpflanzen und dann keine Ahnung haben, wie sie ihre Bastarde ruhig stellen sollen und Exfreundinnen, die „reden wollen“, auch wenn es nichts zu reden gibt. Gott sei Dank kann man alle diese Hassgefühle an Felix Harold Vega auslassen, der dich für 3,50 Euro zwei Minuten lang seine Fresse polieren lässt. Wenn das nicht reicht, kannst du ihm für 7 Euro in den Sack treten und für knapp 10 Euro darfst du ihn auch noch anspucken. Mal sehen, wie es so ist, ein menschlicher Punchingbag zu sein.
Ok, es gibt unendlich viele unendlich schlechte Videos im Internet. Aber trotzdem schaffen es einige Spezialisten immer wieder, uns durch ihr Machwerk nachhaltig zu beindrucken. MC Cairo und sein Kollege MC Dübel gehören zu eben dieser Sorte Mensch, mit denen man im Leben zwar nichts zu tun haben möchte, die einen aber mindestens genauso faszinieren wie der klassische schwere Unfall auf der A1.
Wenn du jemandem auf die Schultern kletterst, machst du das in der Regel bei einem Festival, um zu sehen was da vorne auf der Bühne passiert oder du willst über irgendeinen Zaun klettern oder einen leckeren Apfel vom Baum pflücken oder du bist ein Kind und deine Beine sind müde. Aber Ralph ist erwachsen und versucht auch nicht, an irgendetwas dranzukommen. Seine Passion fürs Reiten von menschlichen Körpern sucht in der Welt des exzessiven Youtube-Verhaltens ihresgleichen.
Zugegeben, Fixed Gear Bikes können edle und wunderschöne Designstücke sein. Nicht sie sind das Problem, sondern die Typen, die du damit in den Straßen siehst. Fixiefahren ist ohne Zweifel der beknackteste und peinlichste urbane Trend der letzten fünf Jahre—mindestens. Diese Erkenntnis dürfte dir jedes Mal dann aufgehen, wenn du einen dieser Idioten an irgendeiner Kreuzung irgendwo in einer Großstadt unbeholfene Halte- oder Stehversuche machen siehst. Es ist mittlerweile sogar so peinlich, dass sich Rennradfahrer darüber lustig machen dürfen. Und erinnere dich, Rennradfahrer tragen Radlerhosen und rasieren sich die Beine ... You get the picture.
Hier ein kleines Update in Sachen beeindruckender technischer Schnickschnack – die 360° Video-Technologie. Dir soll vermutlich am Rechner das Gefühl vermittelt werden, direkt im Geschehen gewesen zu sein. Dreh dich in alle erdenklichen Richtungen und versuch ein paar Dekolletés oder Alkoholleichen zu entdecken. Das einzige, was vermutlich noch Aufsehen erregender gewesen sein muss als diese Innovation an sich, ist der arme Kerl, der sich mit einem halben Dutzend Kameras auf dem Kopf durch die Festivalmeute schlagen musste. Leider haben wir von ihm noch kein Bild gefunden.
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