Hier sind unsere Reviews zu zwei DVDs, die diese Woche auf unserem Schreibtisch gelandet sind und so wenig miteinander zu tun haben, dass sie sich regelrecht mit einem magnetischen Kraftfeld so weit voneinander abgestoßen haben, dass sie jeweils in der am weitesten entfernten Ecke des Schreibtischs voneinander gelandet sind...
Ich mag es, Mädchen auf den Arsch zu schlagen. Also, schlagen, hauen, klatschen, wie auch immer. Hauptsache, ich fasse die ganze Zeit ihren Arsch an. Ich habe neulich stundenlang Wein getrunken und sie hat ihre Zähne geputzt und ich habe so getan, als würde ich per Anhalter einen Ritt auf ihrem Arsch bestellen, weißt du, so in ihre Arschritze mit dem Daumen nach oben zu schlagen und so.
Fangemeinde, legt eure Laserschwerter wieder ins Nähkästchen. Ja, wir könnten uns jetzt lang und breit über die Ausschlachtung des aktuellen Comic-Hypes auslassen, über die Bedeutung heulen, die Alan Moores und Dave Gibbons Reihe ihrerzeit hatte. Oder über den Fakt, dass Allan Moore keinen Cent vom Umsatz abkriegt und warum das so ist. Aber seien wir ehrlich, keiner außer euch hat "das bahnbrechende genreverändernde storytechnisch brillierende Meisterwerk" mit so einer Besessenheit gelesen. Also machen wirs kurz: Da haben sie also schon wieder irgendeinen Comic verfilmt.
Okay, zugegeben, wir mochten Sin City, aber wenn wir geahnt hätten, dass die Spätfolgen eine endlose Reihe von Versuchen sind, wirklich großartige Comics für den popcornlutschenden Mainstream vorzuverdauen, hätten wir die Klappe gehalten und das alles stillschweigend boykottiert. Frank Miller, der eigentlich wissen müsste, wies geht, hat in seinem neuesten Werk alle Zutaten, die SinCity heiß machten, vermengt und aufgekocht ...
Nach dem letztjährigen Erfolg von Heavy Metal in Baghdad feiert nun am 6. Februar White Lightnin’ auf der Berlinale Premiere. Der Spielfilm über Jesco White, den letzten Bergtänzer aus den Appalachen, zeigt einen verlorenen Sohn, an dem der Ärger haftet wie der Teufel und die Sucht. Mike Downeys Debütfilm wurde bereits die Ehre zu Teil, in der Mitternachtsaufführung des Sundance Festivals zu laufen und ihr könnt euch den Film aus der Feder von Eddy Moretti und Shane Smith bald in ausgewählten Berliner Kinos ansehen. Näheres zu den Terminen findet ihr hier...
Es gibt nichts Lahmeres als Horrorfilme. Denn egal, wie abartig das Geschehen auf dem Bildschirm ist, du weißt genau: der abgesägte Arm ist eine Attrappe, dem Helden platzen nicht wirklich die Gedärme und wenn der niedliche Koala zerfleischt wird, wurde von fünfzehn Programmierern jeder Blutspritzer mit Wattestäbchen in ihre Apples getupft. Wenn Du Dir den intimen DVD-Abend mit deiner derzeitigen Flamme also so richtig versauen willst, zeig ihr doch eines dieser Youtube-Videos, in denen irgendwelche Touristen die Herzen lebender Frösche essen oder teste ihr Lustprinzip mit einem unserer Filmvorschläge...
Als Kind bist du unschuldig. Egal, ob deine Eltern Zigaretten auf dir ausgedrückt haben, dein Vater dich missbraucht hat oder du in den 80er Jahren zur Zeit des Völkermordes im Sudan geboren wurdest und als Kindersoldat an vorderester Front mit der Kalashnikov in der Hand gekämpft hast.
Irgendwo in einem unzugänglichen Winkel liefern sich die Spielfilmmacher der Nationen einen blutigen Kampf darum, wer sich die wenigen Aspekte der nationalsozialistischen Geschichte unter den Nagel reißt, die noch nicht wenigstens zehnmal verfilmt worden sind. Hier hat sich Stephen Daldry ein hübsches Stück Frischfleisch von der Nazikeule abgebissen. Er knallt eine mit Kate Winslet (die Schauspieler, die sowieso in jedem historischen Film vorkommen (Alexandra Maria Lara) erwähnen wir hier nicht extra) sternchenbesetzte Verfilmung von Bernhard Schlinks Roman Der Vorleser, die ab dem 28.02 im Kino läuft, hin…
Blah blah der Watchmen Film kommt bald, blah blah, er wird wahrscheinlich scheiße, blah blah, Doc Manhattans gigantischer, blauer Hängeschwanz, blah blah. Ja, ja, aber wir werden alle total gelangweilt sein, wenn alle, die etwas mit Entertainment zu haben, sich in einem Monat oder so an Zach Snyders Adapation aufgeilen werden. Was die Leute nicht realisieren ist, dass gerade während The Watchmen Leute, die noch nie ein Comicbuch gelesen haben, zu Comics konvertiert, Brian Azzarello und Eduardo Rissos überraschendes, brutales und wunderschönes und schockierendes 100 Bullets seine hundertste und letzte Ausgabe erreichen wird.
Wir sind diesen Sommer irgendwann leicht alkoholisiert in der Nacht durch Friedrichshain gelaufen und in dieses Filmset gestolpert. Na ja, eigentlich war es nur ein kleiner Park und ein paar Filmleute, aber wir haben ihnen trotzdem zugeschaut und Oliver Stiller, den Regisseur, etwas über Vagabund ausgequetscht. Der Film ist innerhalb von fünf Tagen entstanden, in denen sich die Crew von Bohnensuppe mit Brötchen ernährt hat und das Gebüsch als Toilette benutzt hat. Oliver hat irgendetwas erzählt von wegen, er wolle auf die Zustände armer Menschen in Berlin aufmerksam machen, weil man auch als Filmstudent öfter mal sein „Brot nur mit Tränen isst“. Ah ja. Jedenfalls hat er es jetzt endlich Mal geschafft, den Trailer fertigzumachen...
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