Beide Soundfiles sind gewöhnungsbedürftig, auf jeden Fall weniger Mainstream und einen guten Zacken härter als diese schwulen Walgesänge.
Wir testeten die Songs an unserem Kollegen Kurt (in Folgendem: der Proband), um zu sehen, ob Affenmusik auch auf Menschen wirkt.
Als erstes spielten wir ihm den Angstsong vor:
VICE: Wie fühlst du dich nach diesem Song, Kurt?
Gelangweilt.
Gelangweilt also... Nicht irgendwie unruhig oder aufgekratzt?
Nein.
Danach folgte der Ruhesong:
Und jetzt?
Auch gelangweilt.
Was du gerade gehört hast, war Musik, die speziell für Affen komponiert wurde.
Aha.
Affenmusik stellt also für dich keine Alternative dar?
Nein.
Die Ergebnisse unseres kleinen Experiments waren, gelinde gesagt, enttäuschend. Die Fehlerbetrachtung gestaltete sich dafür relativ einfach. Thesen:
1. Unser Proband war kein Affe.
2. Unser Proband hatte keinen Musikgeschmack.
3. Affen haben keinen Musikgeschmack.
Aber vielleicht bist du ja nicht so ein Zivilisationskrüppel und hast dir noch den Kontakt zu deinen animalischen Wurzeln bewahrt; in diesem Fall wäre ein bisschen Lisztäffchen-Angstmucke vielleicht genau das Richtige für dich. Oder ein paar beruhigende Primatenbeats nach einem harten Arbeitstag. Ach ja: Solltest du jemals von einer Horde tollwütiger Lisztäffchen angegriffen werden, spiel ihnen einfach deine Master of Puppets vor. Das sollte die Biester ruhigstellen.
MALTE BORGMANN


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