ARCHIVE
Controlling Crowds
Warner
Archive-Fans teilten sich bisher in zwei Fraktionen: die, die Noise für ihr unbestrittenes Meisterwerk hielten und die, die, naja, keine Ahnung haben. Nach Controlling Crowds werden sich zwei Parteien gegenüberstehen: die, die Noise für Archives bestes Album halten und die, die, ... naja, keine Ahnung haben. Aber ist immer wieder schön, an ihre Existenz erinnert zu werden.
ALBERT FISH
LUDE
La Troisdorf
bluNoise Rec.
Nach seiner bereits fünften Veröffentlichung weiß man immer noch nicht so recht, was man von Guido Lucas halten soll. Zwischendurch entwickelt er richtig satte Grooves, die einem in Lichtgeschwindigkeit das Bewusstsein durch die Nase aus dem Kopf zerren, aber zu oft scheint er vor lauter Kraut das Rocken zu vergessen und dann klingt es ein bisschen wie eine ausgiebige Spazierfahrt mit einem Fahrrad, bei dem das Schutzblech schleift. Wenn man total druff ist und selber spielt, macht so was vielleicht Spaß, aber zum Zuhören doch ein wenig langweilig.
HOT TODD
SCANNERS
Violence is Golden
Unter Schafen Records/Alive
Diese musizierenden Kunststudenten. Ein Studium wie ein großer Betrug, mit dem erklärten Ziel, das hart erarbeitete Erbe ihrer Eltern zu verschleudern. Nebenbei machen sie belangslose Musik, weil sie irgendwo den Begriff Universalgenie aufgeschnappt haben. Ich habe mich auch mal an Kunst probiert. Das ganze hieß Malen nach Zahlen und auf der Verpackung war eine Ente abgebildet und eigentlich sollte es auch ganz einfach gehen. Als ich dann aber fertig war sah es mehr nach dem Mutanten aus Toxic Avenger aus und ich habe mich wieder auf Sachen konzentriert, die ich auch wirklich kann.
JOSEPH BEUYSZ
THE SOUNDTRACK OF OUR LIVES
Communion
Warner Music
Wer schon mal Opium geraucht hat, versteht dieses Album. Das ist die Musik, zu der man im wabernden Drogennebel, mit flatternden Augenlidern, auf einem Diwan liegt, während einem kleine Asiaten die Pfeifen stopfen, siamesische Zwillinge durch den Raum stolpern und man Visionen von Ozeanen ewigen Glückes hat. Leider habe ich noch nie Opium in die Hände bekommen, nur einmal zuviel Codein genommen, aber ich glaube, ich verstehe das Grundkonzept dahinter dennoch.
WILLIAM S. BURROUGHS


RSS Feed abonnieren
Ich merke jetzt in diesem Moment, dass ich vice.typepad.com wesentlich mehr lesen musste :-) - da kommt man echt auf Einfalle
Kommentiert von: Spielautomatentricks | 10. Mai 12 um 06:30 Uhr