Damit ihr nicht gleich wieder übermütig werdet, jetzt, wo diese opportunistische Schlampe von Sonne sich aufspielt, als hätte es die letzten vier Monate nicht gegeben, hier eine Geschichte von sibirischer Kälte. Andy Winter (nicht zu verwechseln mit dem Schlagzeuger) war mit seinem Freund Roland Prokein am kältesten Ort der Erde (entgegen anderslautender Gerüchte nicht das Herz deiner großen Liebe) und begegnete dort einem Typen, den das Schicksal so hart gefickt hat, dass die bloße Tatsache seiner Existenz JEDES eurer Probleme dagegen zur absoluten Lächerlichkeit degradiert ...
Neulich hat Kasper, unser gutaussehender Redakteur von Vice Belgien uns eine Email mit der Betreffzeile „Was geht denn mit Wales?“ geschickt. In der Email war eine Galerie mit betrunkenen Walisern, die sich gegenseitig bespucken und vollbluten. Während ich mich totlachte, schaute mir unsere walisische Praktikantin über die Schulter und zuckte einfach nur mit den Schultern. Fünf Facebook-Minuten später hatte sie ihre eigene Galerie aus Bieralbträumen zusammengestellt. Alle ihre Weggehabende sehen aus, als ob die Garbage Pail Kids den Vietnamkrieg mit Pisse anstatt Napalm nachstellen würden. Obwohl sie damit riskierte, all ihre Freunde zu verlieren, ließ sie uns die Galerie veröffentlichen und hat uns erzählt, was in Wales so geht, wenn man ausgeht...
Na so was, Buddyhead ist wieder online! Vergiss den Pitchfork-Relaunch und vergiss sogar mal für fünf Minuten deine Anwesenheitspflicht auf viceland.com (aber nicht länger!) Sie haben sogar die legendären Reviews und den Gossipteil reaktiviert. Das bedeutet im Klartext: während all diese Feuilleton-Heulsusen über den Niedergang des kritischen Musikjournalismus jammern und sich sämtliche populären Musikmagazine so sehr aneinander annähern, dass du es vor dem Zeitschriftenregal mit der Angst bekommst und nicht weißt, ob du zuerst deinen Psychiater oder deinen Augenarzt konsultieren solltest, kannst du nun endlich wieder Urlaub auf dieser Oase des erquicklichen Gonzo-Journalismus machen.
1998 begann für Jean Claude Van Damme die heftigste Drogenepisode seines Daseins. Aufgrund einer Egokrise, die durch eine Reihe großer Rollen verursacht wurde, erhöhte sich sein Kokain-Input in einem Maße, dass er sich mit den Hollywood-Actionhelden messen konnte. Während dieser experimentellen Phase entdeckte Jean Claude einen feineren Sinn für Selbstwahrnehmung, räumliche Anordnungen und seine Fähigkeit, altertümliche Philosophen zu kanalisieren. Folgt seinem Pfad der Erleuchtung.
NOTIZ: Alle Jean Claude Van Damme Zitate sind sehr nahe an ihrem ursprünglichen, gebrochenen Dialekt – niemand hat je Yodas Scheißenglisch berichtigt, also sollten wir es mit den heiligen Worten von Van Damme ebenso halten.
Ich toure momentan mit PRE durch die USA. Wir haben beim SXSW gespielt und sind jetzt an der Westküste. Bis jetzt war das alles ein großer Spaß, aber heute bin ich richtig angepisst und muss mal ein paar Worte zum Thema Band-T-Shirts loswerden.
Gut möglich, dass dir die Burschen von Coma in letzter Zeit häufiger über den Weg gelaufen sind. Sie haben auf Kompakt releast, vor ein paar Tagen noch in der Panoramabar gespielt und generell scheint es, als hätten sie ein sicheres Händchen dafür, ihren Namen ins Gespräch zu bringen. Beispielsweise auch dadurch, dass sie dir ihren Remix für Kanyes „Love Lockdown“ schenken wollen.
In unserer hyper-hippen flapsig-flippigen liberalen Gesellschaft wird uns beigebracht, dass alle Religionen irgendwie gleichberechtigt sind. Du weißt schon, dass jeder genauso spirituell ist wie alle anderen. Egal, ob es sich um Buddha, meinen Buddy Mohammed oder Jesus handelt, es gibt keinen Leitwolf, nur eine einzige große Party im Himmel, richtig? Das ist offensichtlich eine Lüge. Logischerweise müsste, wenn ich einen Wettbewerb zwischen allen wichtigen Glaubensrichtungen ausrufe, der gewinnen, der den fundiertesten Kommentar abgibt und folglich die beste Verbindung zum Allmächtigen hat. Das ist die wissenschaftliche Herangehensweise.
Während ich neulich durch den Sky Mall-Katalog (mein neuster Spleen) blätterte, stieß ich auf diese praktische Reise-Halskrause, die es dir erlaubt, immer wieder einzunicken, ohne alle paar Minuten deinen Kopf anzustoßen. Das ist ziemlich sinnvoll, um jegliche Zweifel bei deinen Mitreisenden aus dem Weg zu räumen, wenn es darum geht, ob du körperlich dazu in der Lage bist, im Notfall die Fluchttür zu öffnen. Das hat mich an dieses Interview mit der so genannten Punk-Göttin-Gottheit Patti Smith erinnert, das ich neulich in der Rolling Stone-Ausgabe vom 27. Jul 1978 gelesen habe. Es hieß „Visions of Patti.“ Im gleichen Artikel und—das glaube ich zumindest—gleichen Atemzug, verifizierte Smith, dass sie tatsächlich auf Fotos von sich selbst, sowie die Bibel onaniert und gab außerdem noch dieses progressive-Schrägstrich-nicht-progressive Zitat von sich, „Wenn irgendjemand dafür qualifiziert ist, ein Nigger zu sein, dann ist das Mick Jagger“, und ja, dass sie tatsächlich in Tampa, Floride 1977 von der Bühne gefallen war und sich den Nacken gebrochen hatte und sich damit eine längst überfällige Auszeit verdient hatte. Persönlich denke ich, dass das einzig Positive, das sie damit erreicht hat, die Anerkennung ist, die ihr zusteht dafür, dass sie Halskrausen cool gemacht hat und vielleicht noch ein paar Becher Schoko-Minz-Eiscreme, die sie für sich im Krankenhaus abgestaubt hat.
David Lynchs Internet-TV-Sender ist seit vorgestern online. DAVID LYNCH FOUNDATION TV präsentiert absurde Videos rund um Lynch, unter anderem "Daily David". Überraschend ist das alles nicht–Lynch twittert auch seit einiger Zeit. Eigentlich wollten wir nur kurz anmerken, dass wir nicht unbedingt wissen wollten, was er über das Wetterdenkt, und nicht scharf auf Webseiten sind, in denen er konsequent nur "David" genannt wird (Er zählt nicht zu den Leuten, die wir freiwillig gedutzt hätten.). Oder vielleicht eine kleine Trauerrede über die Selbstdekonstruktion eines Mysteriums halten. Aber umso mehr wir über die Sache lesen, desto lächerlicher wird sie.
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