Falls ihr kurz vor Silvester noch Mal allem schlechtem ins Gesicht blicken wollt, hier die absolut miesesten Platten des Jahres in unserem worst of Musik Reviews 2008...
Wenn die Hölle aus anderen Leuten besteht, dann sind Konzerte die Hölle plus schlechtes Bier. Aber wer sind diese fleischigen Individuen, die uns umgeben? Woher kommen sie und warum sind sie hier? Wir haben analysiert. Wir haben Antworten gefunden. Hier ist ein Querschnitt der typischen Fanformen, die du bei einem durchschnittlichen Konzert typisch hipper Bands antriffst.
Ich traf einen meiner Helden, Ian Mackaye, in den Büros von Dischord in Arlington, Virginia. In seiner Gastfreundlichkeit versorgte er mich und meine Freundin mit riesigen Tassen Biotee (+ Sojamilch und Honig) und sprach stundenlang mit uns in seinem alten Haus, das mal als Proberaum für Minor Threat, Rites of Spring, Fugazi und unzählbare andere Dischord-Bands gedient hatte. Der Proberaum im Keller ist nur anderthalb Meter hoch, also mussten, auch wenn das komisch ist, alle Bands im Sitzen proben oder, wie es den meisten lieber war, gegen die Wand gelehnt. Wir dachten eigentlich, dass es alles von Anfang falsch laufen würde, als wir zu spät kamen und ihn nervös vorfanden, wie er vor dem Büro auf und ab lief. Als er uns sah, lief er rein und rief: „Die Engländer sind hier!“ Hier ist das erste Kuchenstück von den ganzen Dingen, die er uns erzählte. Da kommt noch eine ganze Menge mehr...
Habt ihr zu Weihnachten auch Dinge verschenkt, die eigentlich streng genommen für euch selbst waren? Chris hat jedenfalls an Weihnachten gelernt, dass Frauentränen nur das geringere Übel sind, wenn man seiner geliebten Arschkönigin das falsche Denim-Stück zur Betonung der Kurven schenkt...
Averkiou—ave-er-quiu ausgesprochen—sind fünf Typen aus Gainesville, Florida, die Dampfwalzenmäßige Stonerjams zum Mitstampfen spielen und gerade eins der besten Alben des Jahres, Throwing Sparks, herausgebracht haben. Bevor ihr jetzt anfangt zu erzählen, dass das ein dämlicher Name ist, den ihr weder aussprechen, noch buchstabieren könnt und sie euch mal können, sie haben die Band nach Gene und Nicole Averkiou benannt. Das ist ein Geschwisterduo, das ziemlich genial ist und seine Band nach genialen Geschwistern zu benennen, ist Gold wert. Ich habe mit dem Bassisten Chad Darby gesprochen, weil er einer meiner liebsten Personen und zweifellos einer der besten Bassisten und Gitarristen überhaupt ist (tut mir leid für alle anderen da draußen). Bandporträt von Gitarrist Jay Shuster.
Du hast die Vice Live Tour verpasst? Das ist schade und ziemlich traurig, aber überhäufe dich jetzt bitte so kurz vor Weihnachten nicht länger mit Selbstvorwürfen. Schau dir hier einfach das Video vom zweiten Teil der Tour mit Little Boots, Thunderheist und Cocknbullkid mit den Stationen Hamburg, Berlin und Stuttgart an.
Als Steed Lord im besten Kindergartenalter waren, gab es in ganz Island donnerstags und ein paar Sommer lang sogar den ganzen Juli über kein Fernsehen. Hat das jetzt ihrer frühkindlichen Entwicklung geschadet oder genutzt? Wir finden keinen Konsens, aber hier sind schon mal haufenweise Fotos von letztem Freitag im Scala Berlin bei der Stylish Kids in Riot-Party...
Tecktonik war auf jeden Fall die dümmste Obsession des Jahres. Tanzen wie das hier sollte in einem Sterbehospiz für unheilbar Ungroßartiges landen und nicht auf den Straßen gegen die Breakdancer antreten. Außer dem Typen von Hadouken! Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass irgendjemand außerhalb von Belgien denken könnte, dass Glam-Rock-Vogueing irgendetwas anderes als eine katastrophale Fehleinschätzung (oder ein praktischer Scherz) ist. Jedenfalls macht das alles Sinn, wenn ihr diesem Jungen dabei zuseht. Lasst uns hoffen, dass es verwirrten Tecktonikillern (Ich meine ernsthaft, kommt schon) hilft, zu verstehen, dass Ausmalbücher und Basslinien Kinderkram sind.
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