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| September 2006 »
Letzten Donnerstag haben wir in der Maria Soffy O live gesehen. Sie veröffentlichte dort ihre erste Soloplatte „The Beauty of It“ und das Konzert war einfach der Hammer. Trotzdem haben wir uns dabei die ganze Zeit gefragt, ob sich Virgin Records eigentlich darüber im Klaren ist, dass ihre letzte Eroberung die Electroclash-Vergangenheit hinter sich gelassen hat und zu einem 70ies Hard Rock/New Wave Act mutiert ist. Auf der Bühne wird sie von Gina D’Orio, die sonst bei Cobra Killer mitspielt, an den Percussions unterstützt. (Nur für den Fall, dass ihr immer schon mal wissen wolltet wie eine Dame hinter ihren Bongos aussieht) Soffy O landet irgendwo zwischen Blondie, Patti Smiths frühem Künstler-Proto-Punk und dem progressiven New Wave von The Shirts. Die ganze Sache lässt Electroclash wie einen tragischen Unfall in der Geschichte des soliden Rock aussehen. Allerdings besteht kein Zweifel, dass die Gruppe ebenso gut eine Coverband sein könnte, die irgendeinem Pub in Cottbus einheizt. Doch egal wie man das sieht, man sollte nie diesen Szenetypen glauben, die einem weismachen wollen, dass es scheiße war. Denn die sollten versuchen, nächstes Mal einfach ein bisschen weiter vorne zu stehen.
AVI PITCHON
Ich weiß nicht, ob ihr das gewusst habt, aber das Wacken ist so ziemlich das größte Metal Festival der Welt. Und es findet genau hier, in unserem entzückenden Land statt. Avi Pitchon ist unser neuer Metal-Redakteur. Er war dort, nahm einige lustige Bilder auf und schrieb einen Bericht darüber. Viel Spaß.
Mehr "Wacken Festival" »
Da hat sich MTV ja so darüber aufgeregt, dass US-Soldaten Kriegsvideos aus dem Irak auf YouTube stellen und schön mit Limp Bizkit Soundtracks unterlegen. Mein Gott ist das cutting edge! Es ist so ein bescheuertes Format, dass sich irakische Rebellen jetzt auch darin austoben.
Doch die aktuellen Geschehnisse haben gezeigt, dass die eigentliche Frontlinie des Online-Kampfs durch Israel/Palästina läuft und nicht durch den Irak…
Mehr "Beirut - Tech War" »
Vor ein bisschen mehr als einem Jahr hatten wir unsere Launch Party. Es spielten eine Menge Bands. Und auch wenn ein gewisser Pete Doherty, der überhaupt nicht auftauchte, weil er am Tag zuvor auf der Straße zusammengeschlagen wurde, die Aufmerksamkeit auf sich zog, so waren doch diese Typen namens Art Brut die eigentliche Überraschung. Unsere Party war ihr erster Auftritt in Deutschland und sie waren völlig unbekannt. Doch das konnte sie nicht aufhalten und sie wurden die Lieblinge unseres Publikums. Einige Wochen später kamen Art Brut groß raus. Sie waren verdammt noch mal überall. Und jetzt, nach all diesen Erfolgen, einer wunderbaren Tour durch die USA und mehreren Nummer 1 Hits in verschiedenen Ländern, kamen unsere Kumpels zurück nach Deutschland. Letzten Samstag hatten wir beim Nokia Trends Festival in Hamburg noch einmal die Gelegenheit, sie live zu sehen. Was für ein atemberaubendes Konzert. Sie haben das Soundsystem runtergerockt, brachten jeden zum heulen und gaben dem Publikum einige Tipps zum Thema Liebesbeziehungen. Schaut euch hier einige Videos an.
Mehr "Hamburg - Art Brut" »
Ein Jahr nach Hurrikan Katrina hat The Observer Music Monthly eine Reihe von
Fotos, die unser UK Fotoredakteur Jamie-James Medina in New
Orleans gemacht hat, veröffentlicht. Die Fotos zeigen den
Einfluss, den die Zerstörung des Hurrikans auf die einheimischen Musiker
hatte.
Vice EU Redakteur Andy, ist einige Monate vorher dort gewesen und hat das
über die Mardi Gras Party von Eyehategod geschrieben, worüber wir auch im Magazin hier berichtet haben.
Oh, und unser Redaktions-Assistent, John McDonnell, war auch da, um über die
Bounceszene nach Katrina zu berichten und um einen DJ aus der Bounceszene, DJ
Chicken, zu interviewen. Uns ist klar, dass das nichts Neues ist, aber die
Artikel sind ziemlich gut.
Schaut euch diese Genies der British National Party an. Die Zukunft des jungen weißen Englands lastet auf ihren Schultern.
Ihre Antwort auf die heutige terroristische Bedrohung lautet, "allen Muslimen in England " die Ein- oder Ausreise sofort zu verweigern, bis sich "die Sicherheitslage wieder völlig entspannt hat." Außerdem sagen sie: "Während aktuellen, internationalen Fußballspielen wurde auch ein ähnliches Verbot für Hooligans ausgesprochen...Wenn weiße Männer aus der Arbeiterklasse auf diese Art und Weise behandelt werden, muss es auch möglich sein, ein ähnliches Verbot bei Muslimen anzuwenden."
Wir haben uns über diese Botschaft ca. 0,56 Sekunden lang Gedanken gemacht und dachten: "Einen Augenblick mal..."
Mehr "London - BNP Lösungen" »
Vor ein paar Monaten haben wir Deichkind im Rio in Berlin gesehen, als sie auf ihrer: Aufstand im Schlaraffenland Tour waren. Wie immer war das ein großartiger Auftritt, wahrscheinlich der Beste den das Rio je gesehen hat. Gestern hatten wir die Chance, die Band noch mal live zu erleben, und zwar auf einer Party, die von iTunes und Coke gesponsert wurde. Endlos viel Alkohol umsonst (irgendwo gab es auch Essen) war das perfekte Rezept für ein Publikum, das völlig abgegangen ist (obwohl es hauptsächlich langweilige Major-Label Leute waren). Eins der besten Live Auftritte, die wir dieses Jahr erlebt haben. Eure Waffe ist Musik und wir ziehen in den Krieg.
Wenn Du in Berlin Kreuzberg, Köln Mülheim oder Dortmund Nordstadt lebst, denkst du wahrscheinlich, dass Frauen in Burkas den ganzen Tag rum sitzen und nichts machen.
Fakt ist, dass man sie abgesehen vom Supermarkt nirgendwo sieht. Ganz anders ist dies im Iran. Dort kannst du die Burka-tragenden Mädchen- stets ihre kleinen, hübschen Köpfe versteckend- Bomben entschärfen, Gebäude abseilen und böse Jungs töten sehen. Burkas können sehr einschränkend sein, aber die Babes in diesem Video (welches an einen Monty Python Sketch erinnert) lassen sich nicht davon abhalten.
P.S: Für die Anthropologen unter euch. Uns ist klar, dass dies keine Burkas sind, sondern Tschadore. Aber "Tschador Babes" hört sich einfach scheiße an.
In China wurden letzte Woche 50.000 Hunde totgeschlagen. Regierungsbeamte hatten das Erlegen der Tiere angeordnet, nachdem drei Leute an Tollwut gestorben waren.
Hunde, die man Gassi führte, wurden ihren Besitzern gewaltsam entrissen und umgehend erschlagen. Haustiere, die man in Häusern versteckte, wurden von Schlägertypen, die nachts die Dörfer durchstreiften und durch rufen und schreien die Hunde zum Bellen bringen wollten, ins Freie getrieben. Bestürzten Hundebesitzern wurden 40 Pennies als Abfindung angeboten.
Behörden schätzen, dass in dieser 5-tägigen Aktion ca. 90 Prozent der dort gehaltenen Hunde getötet wurden. PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) nannten den Hunde-Holocaust "abscheulich grausam".
Doch das ist keine Überraschung, denn die Chinesische Regierung scheint sich darauf spezialisiert zu haben extreme Reaktionen in der Bevölkerung hervorrufen zu wollen...
Mehr "China Dog Death Squads " »
Würde man darüber Abstimmen, wer unsere ultimativen Lieblingsbands sind, dann wären Love unter den ersten fünf. Wir überlassen es anderen Leuten, sich mit jeder Minute von Arthurs Leben zu befassen, doch wir sagen
einfach nur, dass dieser Typ wahrscheinlich der erste Punk überhaupt war. Wie ein schwarzer Mick Jagger, jedoch mit 16mal größeren Eiern, riss er die Hippies mit seiner wunderschönen, dunklen Musik in Stücke. Im Ernst, hier im Büro fließen Tränen. Beileid an alle, die jemals versucht haben, Forever Changes sechs Stunden lang Rücken an Rücken zu spielen, denn davon gab es viele, doch niemand konnte diesem Typen, was Songwriting, Texte und Seele angeht, das Wasser reichen. Er starb nach
einem langen Kampf mit Leukämie in Memphis. Das ist ein riesiger Verlust. Ruhe in Frieden Arthur.
Anhören: Love - "Alone Again Or"
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