„Ein neugeborenes Kalb schaut mich an. Was weiß sie schon von ihrem Schicksal? Was fühlt sie wegen dieser vier Wände um sie herum, was denkt sie über Panik und Angst?“ Gott, das ist ein ziemlich schwerwiegender Gedankengang für ein Bild von einer kleinen Babykuh. Aber so funktioniert nun mal der Kopf von Johan Emanuelsson, dem 30-Jährigen Sohn eines Bauern, der in letzter Zeit permanent unsere Herzen bricht mit seinen Fotos aus dem Alltag auf dem Land voller Schmerz, Verzweiflung, Hunde und ja, Kühen. Johan hat damals angefangen, auf einem Bauernhof Bilder zu machen, nachdem sein an Schizophrenie leidender Zwillingsbruder sich dort umgebracht hat. Ein paar Jahre später hat er angefangen, als Assistent für Anders Petersen, die schwedische Fotografie-Ikone, zu arbeiten und auch die Nachmittagsschicht beim Melken mit übernommen. Jetzt ist Johan die hell strahlende Hoffnung, für alle, die harte und schöne Fotos lieben.
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