An der Kreuzung zwischen Guter Samariter und Amateurknipser findet ihr gut 500 Fotos von Anhaltern, die Doug Biggert von den 70ern bis heute hauptsächlich in Nordkalifornien aufgelesen hat. Nachdem er in den 60ern selbst viel als Anhalter unterwegs war, hat er gemerkt, wie einfach es ist, jemandem, der am Straßenrand gestrandet ist, zu helfen und dass hinter jeder dieser Personen eine ganz eigene Geschichte steckt.
Jeder Fotograf, der dadurch zu Ruhm gekommen ist, dass er vor hübschen Frauen den Auslöser gedrückt hat, verdankt das zu einem großen Teil Harri Peccinotti. Er war der erste, der konsequent die Erotik von alltäglichen Dingen mit der Kamera festgehalten hat: subversiv reizende Mädchen, die vorsichtig an einem Eis am Stiel lutschen, Nahaufnahmen von Ärschen auf Fahrradsitzen und Beachbunnies aus Kalifornien, die er heimlich mit einem Fernobjektiv aufgenommen hat.
Ein paar Freunde, denen ein Frisörladen in Tokio gehört, haben mich gebeten, von Julia Porträts zu machen. Wir haben also einen Ausflug in den Westen von Massachusetts gemacht, dort in einer Scheune am See übernachtet und sind dann zurück in die Stadt gefahren, um dort überall herumzulaufen und Fotos zu machen. Wir waren im Zoo, haben Zeit mit den Garnleuten vom Central Park und ihrer Katze verbracht und Cheeseburger aus diesem Burgerladen im Parker Meridien gegessen, von dem kaum jemand weiß. Der verrückteste Ort, an dem wir gelandet sind, war auf dem Dach dieses 90iger-Gebäudes am Rand vom Park. Es war ein perfekter, blauer Tag. Ich habe die Serie Mystic Heather and Virgin Snow genannt, weil so die Manic Panic-Farben hießen, die wir zusammengepantscht haben, um Julias Haaren genau diesen Violett-Ton zu verleihen. TIM BARBER (Klickt unten für mehr Bilder.)
Alondra ist Frisörin im Distrito Federal in Mexiko. Sie gehört zu einer von ungefähr 50 anderen, die hier so ziemlich die Hauptattraktion für Touristen ausmachen, weil die Transvestiten sich aufführen, als würde ihnen alles hier gehören. Sie werden „Muxe“ genannt, was wortwörtlich übersetzt Frau heißt. Die Leute lieben ihr Auftreten so sehr, dass sie einfach dazu gehören, so wie ein eingeborener Stamm oder so was. Hier ist ein kleiner Einblick in Alondras fabelhaftes Leben...
Der Yoyogi-Park zwischen Shibuya und Shinjuku ist jeden Sonntag Anlaufstelle für Schwertkämpfer, Elvis-Tanzgruppen und Typen, die es regelmäßig schaffen, sich mit ihren Kampfstöcken selbst die Fresse einzuschlagen. Der australische Fotojournalist Steven Siewert hat für uns die Rockabillys fotografiert, die es allein durch ihr Äußeres schaffen, in diesem Mekka der Randgruppen ihre Existenz als atmendes Fünfzigerrelikt in ein Ledergeruch ausdampfendes Sinnbild für Rock'n'Roll-Ästhetik zu verwandeln.
Als ich zurück nach NYC zog, lebte ich in St. Marks. Ich war 22 Jahre alt und begleitete diese Punks beinahe ein Jahr lang. Mein Apartment war eine Art Auffangbecken für die Jungs. Sie waren meine Freunde, aber ihnen war auch klar, dass ich ihr Treiben dokumentierte. Ihretwegen verschwimmt mein erstes Jahr in NYC zu einem bunten Fleck. Ab und zu geriet alles völlig außer Kontrolle, aber es war jede Minute Chaos wert.
Wir hatten Fotoserien mit hübschen halbnackten Mädchen beim Strippoker, hübschen nackten brasilianischen Mädchen beim Baden, wir hatten hübsche halbnackte Mädchen, die Details über ihre Menstruationsunterwäsche erzählen und hübsche nackte Mädchen mit brennenden Kerzen im Arsch. In Kooperation mit eurem Vermögen, logische Schlüsse zu ziehen, präsentieren wir hier das erste Special zur Photo Issue: "Chubs" von Jamie Lee Curtis Taete.
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