Tief, weit, tiefer. Weit, tief, weiter. Und so weiter. So in etwa darf man sich den kollektiven Houseverbootsuntergang vorstellen, der sich wirbelnd wie ein Maelstroem aus tanzenden Bärenpratzen in endlosen Vortices auf einer Zeitachse des Paralleluniversums reproduzierte, so dass weder zivile Exekutive noch Diebstahl der übelsten Sorte vom Dableiben abhielten.
Und wenn, dann so richtig. Dewalta und Konsorten wussten wie sie einen schwitzig-vergnügten Tanzabend zu beschallen hatten und somit war das mit der Stimmung auch ein leichtes Spiel. Fotos macht man dann umso lieber.
Weil ich wirklich, wirklich gerne wollte... dennoch viel zu jung und tight... mir das ganze Trara schon ein wenig zu viel war... aber dennoch in Bewegung zu versetzen wusste... alle... von feuchtem Schweißfilm umhüllt... ein Vortex aus menschlichen Gliedmaßen...so oldschool, dass Techno ein viel zu neumodischer Begriff wäre... um zu rekonstruieren was da los war... am Freitag. Uh, und die Bärenfut... I would... Seid gespannt, seid seid gespannt. Also vormerken den 10.10. oder gar einen Roadtrip ins Auge fassen.
"MHHHHH, can you make it big please?" ließ sich das Houseverbot-Kollektiv nicht zweimal sagen. Zum Bersten volles Kulturzentrum in der Niesenberger. Schwitzig, tanzwütig, umwerfend schön, und lang. Um halb 12 war's vorbei und du wolltest keine Sekunde missen. Großartiges Publikum, wie die Musik verspielt und der Abend im allgemeinen. Play it again!
Wir hatten den Glauben ans Feiern in Wien fast schon verloren und uns bereits nach alternativen Plänen zur Abendgestaltung umgeschaut. Einen Spieleabend zu veranstalten oder eine Kochgruppe zu gründen und statt Partytipps die neusten Rezepte auszutauschen schien wesentlich interessanter als die Wiederkehr der ewig gleichen Clubs. Und dann ist dieses Wochende passiert.
Ich hatte ja keine Ahnung, wieviele in die Jahre gekommene Cowboys in dieser Stadt residieren. Und dann die ganzen Typen in den Latzhosen. Aus welchen verkackten Löchern die wohl gekrochen sind. Addiere nun die zahlenmäßig für mich doch überraschend große Psychobilly Szene Wiens und ein paar vergammelte Countrypunx, sprich meine Freunde, und die Frage nach dem Publikum am Mittwoch in der szene bei Hank III wäre auch geklärt.
Da wir uns kennen, besser als ihr euch je werdet, sind wir auch diejenigen die finger zeigend am nächsten tag die beweisfotos parat und eure ausrutscher - oops! - zur schau stellen können. Wir stattdessen, ergötzen uns ob des Gedankens an die Geburtstagstorte von dort, wo's am besten schmeckt.
Da selbst wir Alternativ-Energie langweilig finden, durften wir uns letzten Samstag eines besseren belehren lassen, und das nicht wie sonst per Wikipedia, sondern per 90-minütiger audio-visueller Propaganda-Performance. Die zwei alten Herren von Coldcut wissen bestimmt wie Musik zu machen ist, das mit den Visuals sollten sie aber eventuell nochmal überdenken oder Hex überlassen.
Durchtriebener Schweiß rekelte sich auf unseren Körpern, paarte sich gelegentlich und gar léger mit wolllüstigen Fasern und wir fanden es geil ("Geil!", Marie). In Graz weiß man halt noch wie Feste zu feiern sind, vor allem wenn so wie gestern einfach Track um Track, Fade um Fade und Rille um Rille ein Netz aus musikalisch feinstem Garn gespannt wird, so dass es einem nicht schwer fällt sich diesem hingebungsvoll stundenlang zu widmen. Hell war's als wir gingen, gemeinsam uns schlängelnd dem Heimweg entegegen.
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