Irgendwie hatte es ja auch seinen Charme, ein Interview genau neben dem Soundcheck der Vanities zu führen, zum einen übertönte die Musik unser rollendes R, unser Gelispel und unsere anderen Sprachfehler und zum anderen hatte Jesse so auch die Möglichkeit die Arbeiter, um uns herum, auf ihre Gruppensexkompatibilität zu prüfen.
Letzte Woche hat das WUK einen Event erlebt von dem es noch viele Nächte feuchte Träume haben wird. Die Diesel U Music Welttour hat nach Tokyo, New York, Paris und anderen Metropolen dieses Planeten auch in unserem putzigen Wien Halt gemacht.
Wir haben die Möglichkeit genutzt (und jeder der sie nicht ergriffen hat, sollte jetzt lieber mal eine Ausrede parat haben, die zumindest mit dem Tod des eigenen Haustiers zu tun hat) Bunny Lake, The Vanities, Etepetete, The Terror Pigeon Dance Revolt! und Sho?, aus Dubai aus nächster Nähe zu inspizieren.
Und da wir den Bands unsere alten Unterhosen spendeten, durften wir auch ein bisschen mit ihnen reden.
Ben Ross ist dieser junge Typ, der Katzenzeichnungen zu seinem Job
gemacht hat und dadurch dem System in den Arsch treten will. Ihr habt
vielleicht seine Zeichnungen in der No Fotos Issue
gesehen und seitdem hat er weiter unermüdlich Katzenfressen gemalt. So
viele, dass er eigentlich die Schnauze voll hat und sie jetzt in einem
Fanzine veröffentlicht.
Es gibt nun schon seit Jahren Architekten, die Bands gründen; sie
geben sich Namen wie Superstudio, MUF und Archigram. Aber bisher haben
Fashion Labels sich dieser Entwicklung verweigert. Designer haben noch
nie wirklich versucht, so ein Band-Ding anzufangen - bis jetzt. Die
Brasilianer Alloyha Copacabana beschreiben sich selbst als eine
„visuelle Band”. Die Musik, die sie spielen, ist vollkommen
nebensächlich im Vergleich zu ihrer Obsession, sich anzuziehen, Looks
zu kreieren und gesehen zu werden - so wie bei zwei Dritteln der
“Musiker” in den Charts eben. Einziger Unterschied: AC sind gut darin –
und in São Paolo ziemlich berühmt.
Im Rahmen der Audimax Besetzung gab es schon einige überaus witzige Youtube-Videos zu sehen. Unser ganz persönliches Highlight (hier zu sehen) hängt nicht wie vermutet mit wunderschön geformten StudentInnen Möpsen zusammen, sondern hat einen eher ernsten Hintergrund. Manfred Mainbach, Mitglied der Burschenschaft Hibernia ist mit seinem „Angebot zur Solidarisierung“ auf ganzer Linie abgelehnt worden. Weil seine eigentlichen Anliegen in den Buh-Rufen der Studenten untergegangen sind, haben wir ihn zum Interview getroffen.
Es
ist unmöglich, Alejandro Jodorowsky mit nur ein paar Worten
vorzustellen. Genau wie eine alte Katze hatte er viele Leben:
Regisseur, Tänzer, Autor, innovativer Theatermensch und Pantomime;
außerdem hat er Comic-Scripts geschrieben, war Journalist und ein
großer Magier, der jede Woche in einem Pariser Café Tarotkarten legte.
Wir haben ihn in seiner Wohnung in Paris getroffen. Dass ein Interview
stattfinden sollte, war ihm leider entfallen, nichtsdestotrotz erzählte
er uns ein paar faszinierende Erinnerungen.
Am
4. Januar 1965 hat sich ein verwirrter junger Unteroffizier der US-Army
namens Charles Jenkins zehn Bier runtergekippt, bevor er sich seiner
nächtlichen Patroullienschicht entlang der entmilitarisierten Zone
zwischen Nord- und Südkorea gestellt hat. Er war dort seit gut einem
Jahr stationiert.
Sasha Grey ist sowas wie John Lennon für Porno. Nun ja, nicht ganz, denn sie fickt nicht für den Frieden, den Wald oder Pandas, sondern einfach, weil sie Spaß an ihrem Job hat. Der Sex ist dann aber intellektuell und wird metaphysisch verklärt und deswegen wurde sie ja auch von Steven Soderbergh gebumst; gebucht um in seinem neuen Film The Girlfriend Experience eine Edelprostituierte zu spielen.
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