Claudia Rindler ist jetzt wahrscheinlich nicht gerade das, was du
dir unter einem schweizer Mädchen vorstellst. Sie hasst die Sonne, sie
hasst Christen und von ihrem rechten Arm aus grinst sie jeden Tag ein
Tattoo von Klaus Kinski an. Wenn sie morgens zum Supermarkt fährt um
sich ein bisschen Milch und Käse fürs Frühstück einzukaufen, dann nimmt
sie dafür ihren violetten Leichenwagen, der immer nach Gras riecht und
wie ein Haufen Schrott klingt.
Wir wissen, wie das Oktoberfest aussieht: viele Bayern und noch mehr
Italiener und Australier, die versuchen, wie Bayern auszusehen. Was man
dort macht, wissen wir auch alle. Karussellfahren oder Bier trinken.
Oder beides. Außerdem ist es ganz leicht, dort sehr nette Sanitäter
kennenzulernen.
Egal, wie besoffen du bist - es gibt Sachen, die du lieber nicht tun solltest. Eine davon ist, nachts um halb zwei mit deinem Mobiltelefon in der Hand in der letzten Ringbahn einzuschlafen. Als mir das letztens passierte, klauten mir zwei Typen mein Handy – und gaben es mir fünf Minuten später zurück, als ich verwirrt und orientierungslos an einem verlassenen Bahnsteig vor ihnen stand, in der Erwartung, jetzt um meine Brieftasche auch noch erleichtert zu werden.
Hitler und Aids. Zwei Dinge, die sofort einen Haufen Meinungen und Arschlöcher generieren. Nach der Veröffentlichung der neuen Kampagne des Regenbogen e.V.s (diesem geschmackvollen Meisterwerk, in dem Aids durch den Führer personifiziert rumvögelt) und der Presseorgie von gestern fühlte sich der Regenbogen e.V. gezwungen, heute eine Pressekonferenz vor dem Preussenschloß in Charlottenburg abzuhalten. Und wie immer, wenn Hitler für Werbezwecke zombiehaft durch die Medien gejagt wird, wurde alles noch viel schlimmer.
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