Die armen Mädls am Eingang mussten sich mit Buchstaben im Gesicht, die Wort wie "welcome" oder "cheese" formten, verunstalten lassen. Und so soll man Style verkaufen? Fast so schlimm waren die Kajals bei den hübschen jungen Kellnern, die hat man so aber wenigstens gleich gefunden. Hätte sich aber auch mit deren Durchschnittsalter, ca 30 Jahre unter den Gästen, erledigt. Wer von den Bussi-Bussis aller dort war, verrät euch die Boulevard-Presse. (Wir wissen, dass Ihr sowas lest!)
Also, wer sich übers Wittmann-Sofa eine Kate Moss oder Lindsay Lohan hängen will, ab ca 3.000 Euro ist man dabei. Bei www.photographerslimitededitions.com, oder wer die Ikea-Bilder-Abteilung fürs Seiteblicke-Publikum lieber live begutachtet- jetzt neu am Bauernmarkt 14, findet man hauptsächlich Celebrities, schön ausgearbeitet, nicht ganz so schön gerahmt.
So, jetzt das Namedropping. Im Portfolio sind unter anderen: Roxane Lowit, bekannt als Dior-Dokumentarin, Dazed&Confused Co-Publisher Rankin, dessen Fotos ziemlich verwechselbar sind, der aber über gute Kontakte zu den bekannten Gesichtern verfügt. Marc Baptiste, macht, wenn er nicht grad Mädls in Unterhosen knipst, Penguin Werbung. Am interessantesten ist sicher Guy Aroch, dessen Arbeiten trotz Vogue-Vergangenheit am wenigsten an die 90iger Jahre erinnern, aber wer sich Victorias Secrets Anzeigen zu Hause aufs Klo gehängt hat, erspart sich diese Investition.
Was bleibt: Fotografen, die im big business sind fotografieren Menschen, die im big business sind und verkauft wird das ganze an Leute, die im big business sind. Das einzig Mutige daran ist, so eine Galerie in Zeiten der Wirtschaftskrise zu eröffnen.
IK
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