Die Mode ist am Ende. Die großen Fashion-Stores kopieren
gegenseitig ihren Stil und die Luxus–Labels kann man sich als Durchschnittsbürger
sowieso nicht leisten. Also lassen wir uns in H&M-, American Apparell-, oder
Zara-Normen pressen und glauben, durch geschickte Kombination, trotzdem einen
eigenen Stil entwickeln zu können.
Ähnlich sieht‘s mit dem Wohnen aus. Wir alle haben aufgehört zu wohnen, und leben stattdessen in unseren 4 Wänden, die von Pax, Expedit und Billy regiert werden. Wir merken erst beim Besuch unserer Nachbarn und Freunde, dass wir das Bett in dem wir schlafen mit ihnen allen teilen müssen.
Um dieser Vereinheitlichung des Stils zu entgehen, sollte man am besten die Möbel am Flohmarkt kaufen und sich einen selbst verzierten Müllsack überstülpen. Dann ist man individuell - und Müllsäcke sind sowieso die Hornbrillen der next Generation. Um etwas Akzeptables auf Flohmärkten zu finden, muss man nur schon ab 7 Uhr früh dort sein und man sollte, um dem individuellen Müllsackstyle nachgehen zu können, auch eine Nähmachine besitzen die Plastik, ohne gröbere Beschädigung des Materials, nähen kann. Ein einziger Hoffnungsschimmer sind Jungdesigner am Anfang ihrer Karriere.
Das Business ist hart und die Konkurrenz schläft nicht. Diese Phrasen, die bei Gutmenschen und Antikapitalisten Panikattacken auslösen, führen in der Welt des Design vor allem zu einem: Innovation. Um sich gegenseitig auszustechen (und ihren Hang zum Suchtmittelmissbrauch zu finanzieren) entwickeln sie immer neue, individuelle Ideen und sorgen dafür, dass uns unser neu gekauftes Hemd nicht an jeder Straßenecke entgegenläuft.
Zu sehen gibt es solche Retter der Mode auf der diesjährigen BLICKFANG im MAK.
HK
BLICKFANG 09
Designmesse für Mode, Schmuck und Möbel
16.-18. Oktober 2009
Museum für angewandte Kunst
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