Die Frage ob es einen Gott gibt, ist nicht vollständig klärbar und ich
will mich jetzt auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und über die mögliche Existenz einer höheren Macht philosophieren. Eines steht hingegen fest: Wenn es einen Gott geben
sollte, dann muss er ein ziemlich kranker Sadist sein. Aber, und das muss
man ihm auch lassen, er ist der humorvollste Sadist seit
Hannibal Lecter.
Einmal mehr hat er seinen Humor bewiesen. Ein 45-jähriger Wiener wurde von einem Marterl erschlagen. (Alle, die nicht wissen was ein Marterl ist schauen bitte hier nach) Das Marterl erschlug den Mann jedenfalls nicht im vorbeigehen, weil es das göttliche Schicksal nun mal so wollte. Der arme Sünder hat sich seinem Tod ganz freiwillig mit Hingabe und Liebe ausgeliefert. Er umarmte das Marterl aus Dankbarkeit für die Rettung aus einem steckengebliebenen Aufzug und es kippte um. Das hat man also davon, wenn man gottesfürchtig und dankbar ist. Man wird einfach erschlagen.
Wer, wie ich, jahrelang unter den Perversionen einer katholischen
Privatschule leiden musste, dem wird hier spontan die Geschichte von Hiob
einfallen. Der durchschnittliche VICE-Leser, der hingegen das Glück hatte
niemals eine Bibel anfassen zu müssen, kann diesen Input aber ignorieren und bei
dieser Geschichte genüsslich Regina Spektor vor sich hin summen. „No one’s laughing at god, we’re all
laughing with god.“
HK
auch nachzuschlagen bei depeche mode:
I don't want to start
Any blasphemous rumours
But I think that God's
Got a sick sense of humour
And when I die
I expect to find him laughing
Posted by: michi | September 10, 2009 at 01:21 PM