Mein Freund Matt ist übersät mit medizinischen Tattoos. Er hat Stethoskope auf dem Schenkel, ein Otoskop auf der Wade und ein Röntgengerät auf dem Becken. Sein ganzes blutiges Herz gehört einfach dem Design von Medizinzubehör und er hat seinen Körper dazu bestimmt, wie ein ein merkwürdiges, wandelndes Medizinkabinett auszusehen, das jederzeit für alle Arten von Notfällen gerüstet ist.
Ok, es gibt unendlich viele unendlich schlechte Videos im Internet. Aber trotzdem schaffen es einige Spezialisten immer wieder, uns durch ihr Machwerk nachhaltig zu beindrucken. MC Cairo und sein Kollege MC Dübel gehören zu eben dieser Sorte Mensch, mit denen man im Leben zwar nichts zu tun haben möchte, die einen aber mindestens genauso faszinieren wie der klassische schwere Unfall auf der A1.
Alondra ist Frisörin im Distrito Federal in Mexiko. Sie gehört zu einer von ungefähr 50 anderen, die hier so ziemlich die Hauptattraktion für Touristen ausmachen, weil die Transvestiten sich aufführen, als würde ihnen alles hier gehören. Sie werden „Muxe“ genannt, was wortwörtlich übersetzt Frau heißt. Die Leute lieben ihr Auftreten so sehr, dass sie einfach dazu gehören, so wie ein eingeborener Stamm oder so was. Hier ist ein kleiner Einblick in Alondras fabelhaftes Leben...
Das Wochenende wird gut, im Sinne von "gute alte
Zeiten". Das habe ich im Urin. Zuerst veranstalten wir unser
unterhaltsames Minigolf Turnier, und bei Minigolf muss ich immer an Steve
Purcell denken. Keine Ahnung warum, eigentlich sollten es doch eher unheimliche
Vergnügungsparks sein. Aber weiße Hasen machen mich glücklich, sowie
Detektivgeschichten, meine Schulzeit, Themenpartys und Pornos.
Der Yoyogi-Park zwischen Shibuya und Shinjuku ist jeden Sonntag Anlaufstelle für Schwertkämpfer, Elvis-Tanzgruppen und Typen, die es regelmäßig schaffen, sich mit ihren Kampfstöcken selbst die Fresse einzuschlagen. Der australische Fotojournalist Steven Siewert hat für uns die Rockabillys fotografiert, die es allein durch ihr Äußeres schaffen, in diesem Mekka der Randgruppen ihre Existenz als atmendes Fünfzigerrelikt in ein Ledergeruch ausdampfendes Sinnbild für Rock'n'Roll-Ästhetik zu verwandeln.
Harley Weir ist eine elfengleiche junge Fotografin aus England, die sich selbst das Fotografieren beigebracht hat. Mittlerweile fotografiert sie für uns Modestrecken, wie zum Beispiel diese hier, wo sie mit ein paar hübschen, relativ unbekleideten und ebenfalls elfengleichen Mädchen durch englische Wälder gespukt ist. Sie arbeitet außerdem gerade an ihrem ersten Fotobuch.
Prag ist eine schöne Stadt. Das mag daran liegen, dass Prag eine Stadt ist, die aus jedem Winkel ihrer pittoresken Gassen Kultur verströmt, man ständig an Kafka denkt, während man sich dem Touristen-Elend auf der Karlsbrücke aussetzt, oder daran, dass Prag die höchste Toilettendichte der Welt hat. Subjektiv.
Als ich zurück nach NYC zog, lebte ich in St. Marks. Ich war 22 Jahre alt und begleitete diese Punks beinahe ein Jahr lang. Mein Apartment war eine Art Auffangbecken für die Jungs. Sie waren meine Freunde, aber ihnen war auch klar, dass ich ihr Treiben dokumentierte. Ihretwegen verschwimmt mein erstes Jahr in NYC zu einem bunten Fleck. Ab und zu geriet alles völlig außer Kontrolle, aber es war jede Minute Chaos wert.
1989 hat sich Gavin Watson der Dokumentation der Skinhead-Kultur abgewandt, nur um der einzige Mensch zu werden, der in der Ecstasy-Wolke, die in diesem Jahr England umhüllte, noch in der Lage war, eine Kamera zu bedienen. Rave war zu dieser Zeit eine Revolution, auch wenn er mittlerweile mehr als totgetrampelt worden ist. Wir haben uns mit Gavin über die goldenen Momente unterhalten, als du noch die ganze Nacht auf einer Pille durchtanzen konntest und außerdem über die Fotos, die er in dieser Zeit gemacht hat und jetzt in seinem neuen Buch Raving `89 zusammengestellt hat.
Der eindeutige Nachteil des Sommers ist - natürlich - die Hitze, die uns die Schweißperlen senkrecht aus der Stirn schießen lässt. Vor zwei Tagen habe ich's sogar geschafft ein Binnengewäser aus Schweiß auf dem Friseusessel zu hinterlassen und mit einem nassen Fleck am Arsch heimzugehen. Am Abend fällt das zum Glück nicht auf, wenn sich alle so anfühlen als wären sie ein Klebesteifen an dem die Fliegen picken bleiben.
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