Vor ein paar Jahren habe ich einen 25 minütigen Geek Test gemacht und nachdem ich bei jeder Frage fast den Test abgebrochen habem, wurde ich dann doch zum Super Geek gekührt. Mir gefallen USB Stick Abschuss-Rampen und Schirme mit integriertem Jedi Schwert aber das wars auch schon. Ich habe keine Ambition meinen Laptop selbst zu konfigurieren oder Sprachen zu erlernen die C++ heißen und wenn etwas nicht funktioniert klopfe ich einfach ein bisschen drauf herum. Aber darum geht’s ja jetzt eigentlich gar nicht.
Nachdem der Bildungsauftrag allerorts ignoriert wird, bleibt offensichtlich wieder alles an uns hängen. Deshalb verzichten wir diesen Freitag auf neue Uringedichte, lassen Magdalena nicht von der Sommerromanze träumen und sparen uns den Kommentar zu den wirklich weltbewegenden Themen a la welche Marke Barack Obama am Biergipfel trinkt. Unser Anliegen ist viel ernster, es ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.
Ines Estrada ist ein niedliches, 18 Jahre altes Mädchen, das in Mexico City lebt und ohne triftigen Grund ziemlich europäisch aussieht. Sie macht Comics, die ihr ziemlich ähnlich sind. Sie sind tollpatschig, hübsch und machen Spaß anzusehen. Wir haben euch gerade erst einen davon gezeigt. Sie erzählt den ganzen Tag, dass sie wie ein „Boom“ lebt, weil sie mit ihrem niedlichen Akzent des Wort Penner so ausspricht. Wenn sie lacht, klingt das ungefähr nach, „ha hrah hrah har!“, und ihr Englisch ist nicht nur beim Sprechen ziemlich gebrochen, sondern auch wenn sie etwas tippt. Sie ist eine Quelle der Kreativität und macht eine ganze Menge hübscher Zeichnungen, Bilder, animierter GIFs, Stofftiere, Aufkleber und Ohrringe. Sie ist blank und glücklich und macht ziemlich absurden Scheiß.
Wenn man der New York Post glauben darf, macht der verhinderte Rockstar, Berufscharismatiker und Langzeitknacki Charles Manson der erst kürzlich inhaftierten Produzentenlegende Phil Spector Avancen. Laut Spectors Frau Rachelle ließ Manson ihm Nachrichten zukommen, die in Demut und Bewunderung verfasst waren. Manson halte Spector für den größten Produzenten aller Zeiten, so der Tenor der Liebesbriefchen. Spector soll bislang nicht auf die Annäherungen eingegangen sein. Noch überwiegt der Stolz...
Statt in Salzburg auf dem Hang hinunter zur Rennstrecke von einem Murabgang mitgerissen, unter einer einstürzenden Brücke begraben oder Tage später von den Müllsammlern tot im Zelt gefunden zu werden, entscheiden wir uns diesen Sommer einfach für die Arena Wien und machen dort unser eigenes Festival.
Das hat nicht nur den Vorteil am nächsten Tag lebend im Bett aufzuwachen (oder wenn du in der Arena zu dir kommen solltest, zumindest keine 500 Kilometer Heimweg vor dir zu haben). Nein, du ersparst dir auch in der Warteschlange die Spaßmacher kennen zu lernen, die eine halbe Stunde später - wenn du endlich an der Reihe bist, den halbverdauten, zu Wucher Preisen gekauften Festival Fraß auszuscheiden – dein Dixiklo umzuwerfen versuchen.
Da selbst wir Alternativ-Energie langweilig finden, durften wir uns letzten Samstag eines besseren belehren lassen, und das nicht wie sonst per Wikipedia, sondern per 90-minütiger audio-visueller Propaganda-Performance. Die zwei alten Herren von Coldcut wissen bestimmt wie Musik zu machen ist, das mit den Visuals sollten sie aber eventuell nochmal überdenken oder Hex überlassen.
Stephen J. Shanabrook ist ein Künstler, der ursprünglich aus Ohio kommt und ein paar Jahre lang um die Welt gegondelt ist, bevor er sich entschlossen hat, sich mit seinem Laden in New York niederzulassen. Er macht Pralinen mit Hilfe von Formen aus Leichenteilen, die er aus einem russischen Leichenschauhaus hat mitgehen lassen. Wir fanden das so aufregend und widerlich gleichzeitig, dass wir ihn unbedingt anrufen mussten.
Unser Alltag lenkt uns oft von wichtigen Details aus unserer Vergangenheit ab: dem einen Mal, als du den braunen Rollkragenpullover anhattest oder dein zwölfjähriger Cousin diesen Kifferdutt trug. Um aber diese stinkende Schleimschicht aus Vergessen, Verdrängung und Bedauern in den Griff zu kriegen (und unsere vergessenen Fotos vor zufälligen Keller-Überschwemmungen oder spontaner Selbstentzündung zu retten) hat dieser lustige Italiener mit seinem Sexy People-Blog angefangen...
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