Beim Thema Bibliotheken und Sachen lesen—Zines zum Beispiel—ist es an der Zeit, dass wir zurückschlagen. Du wirst jeden Tag in den Arsch gefickt und weißt es nicht einmal. Wahrscheinlich denkst du, dass du mit dieser neuen College-Kunst-Welle eine kleine Teelich-Andacht auf dem Treppchen des Mausoleums für gedruckte Medien hältst, aber da liegst du total daneben...
Weil du noch ziemlich genau einen Monat bis zur großen VICE Geburtstagsparty warten musst, du aber nach der diamantenen Hochzeitsfeier deiner Nazi-Großeltern, bei der auch die letzten Überreste des Kameradschaftsbundes zugegen waren und dem 60. Geburtstag deines versoffenen Onkels Ludwig eigentlich kein einziges Jubiläum mehr erträgst, hier ein Tipp, der dir garantiert die willkommene Abwechslung bringt:
In Wien haben sie ihren Vokuhila, Puma Stiefelchen und Schlüsselanhänger die kleinen Krocha (oida!), in Paris frönen sie dem Techtonic und in Amerika sind sie halt gebräunt, gehen jeden Tag trainieren und heißen Guidos.
Da wir heute besonders gut gelaunt sind weil Mittwoch der neue Donnerstag ist wollen wir euch Tickets schenken. Und zwar für das Konzert von CLICK CLICK DECKER in DORNBIRN, INNSBRUCK und WIEN.
Ich scheiße mir in die Hose, sobald ich das Wort Schweinegrippe in den Nachrichten höre. Meine Hosen sind also im Moment extrem verkrustet und ich stinke wie ein, nun ja, Schwein. Denn aus beinahe allen Ecken und von jedem, den man auf der Straße trifft wird einem H1N1 direkt ins Auge gespuckt.
Darauf haben wir schon so lange gewartet! Letztens haben wir uns über schlechte Ausgehnächte und schlechten Porno beschwert. Diesen Freitag bekommen wir dafür eine super Nacht und super Porno in EINEM, weil im Rahmen von BOUNCE! endlich "The KING of the BOOTY" DJ ASSAULT zu uns nach Wien kommt.
Schlussmachgeschenke entbehren grundsätzlich jeder Logik. Entweder sind sie ein weiterer Stoß in dein frisch zerfetztes Herz (im schlimmsten Fall unter dem Vorwand eines zwischenmenschlichen Neustarts als „Freunde“) – oder der Akt des Schlussmachens ist das eigentliche, göttliche Geschenk und jede Beigabe sieht daneben sowieso aus wie ein halbherziges Muttertagsgeschenk. Hier eine repräsentative Auswahl an Dingen, um die nie irgendjemand gebeten hat...
Wenn ich an den Musikstunde in meiner Schulzeit zurückdenke, dann fallen mir Notenarithmetik, das verzweifelte Warten auf den Stimmbruch, schmerzhaft leiernde Mädchenstimmen, staubtrockene Vorträge über das Leben Franz Liszts und die in einem Spannungsfeld von Bieder- und Geilheit beheimateten Rüschenblusen meiner Lehrerin ein. Alles in allem gehörte der Musikunterricht nicht zu den aufregenden Episoden meines Lebens. In Russland ist man da bedeutend weiter. Dort werden schon früh die Talente der Schüler gefördert, sogar wenn es sie in die satanistische Nischenkultur zieht.
Hab ich es dann doch noch geschafft, dieses Review zu schreiben. Auf die Rückseite eines Saturn Einkaufszettels, als Unterlage hat mir ein Sixpack Red Bull gedient.
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